Rindfleisch grillen: welches Stück, marinieren, Garzeit
Rindfleisch grillen. Welche Stücke sich für den Griller eignen, wie lange es braucht und wie es saftig bleibt. Fleischwissen vom Freiländer.
Meine Meinung:
Rindfleisch grillen – das Wichtigste in Kürze:
- Für den Griller: Beiried, Rostbraten, Hüferl, Flank Steak, Spareribs vom Rind
- Fleisch temperieren, trocken tupfen, Griller richtig heiß vorheizen
- Scharf anbraten, dann in die indirekte Zone bis zur Kerntemperatur
- Rasten lassen, erst dann aufschneiden
Welches Rindfleisch zum Grillen?
Beiried und Rostbraten
Die Steak-Klassiker. 3 bis 4 cm dick, Fettrand dran. Rostbraten ist durchzogener und verzeiht mehr.
Flank Steak und Hüferl
Magerer, kräftig im Geschmack. Marinieren, heiß grillen, medium rare, dünn gegen die Faser schneiden.
Rinderrippen und Spieße
Rippen brauchen zwei, drei Stunden indirekt. Für Spieße Hüferl oder Schale würfeln und marinieren.
So gelingt Rindfleisch am Griller
1. Vorbereiten. Eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank, trocken tupfen, mit etwas Öl einreiben. Salzen erst kurz vor dem Auflegen.
2. Zwei Zonen. Eine Seite des Grillers volle Hitze, die andere ohne Glut oder mit kleiner Flamme. Deckel zu, 15 Minuten vorheizen.
3. Scharf angrillen. Über der heißen Zone 2 Minuten pro Seite, nicht bewegen, einmal wenden. Das gibt die Kruste.
4. Indirekt fertig ziehen. In die kühle Zone legen, Deckel zu, bis zur Kerntemperatur: 55 Grad medium rare, 60 medium. Dicke Steaks brauchen 5 bis 10 Minuten.
5. Rasten. 5 Minuten am Brett, dann pfeffern, quer zur Faser schneiden.
Marinieren oder nur würzen?
Beiried und Rostbraten brauchen keine Marinade, Salz und Pfeffer reichen, der Geschmack kommt vom gereiften Fleisch. Flank Steak, Hüferl und Spieße profitieren von einer Marinade aus Öl, Knoblauch, Rosmarin, Sojasauce und einem Schuss Zitrone, vier bis zwölf Stunden im Kühlschrank. Vor dem Grillen abtupfen, sonst tropft die Marinade in die Glut und verbrennt.
Die häufigsten Fehler
- Fleisch zu dünn: unter 2,5 cm wird es durch, bevor es Kruste hat
- Zu oft gewendet: einmal reicht, sonst gibt es keine Röstaromen
- Mit der Gabel gestochen: der Saft rinnt aus, Zange verwenden
- Nicht gerastet: der Saft landet am Teller statt im Fleisch
Tipp aus der Fleischerei: Wir schneiden Grillsteaks auf Wunsch in der Dicke, die du willst, und das Flank Steak gibt es bei uns im Ganzen. Für die große Runde lohnt sich ein ganzes Roastbeef vom Griller, indirekt bis 55 Grad, dann in Scheiben für alle.